Dienstag, 7. Februar 2012

#24 Schnee!





Samstag, 14. Januar 2012

#23 Foto-Update






1) Sawndra, unsere gruselige Schneefrau

2)3)4) Ola und das Meer

#22 Von Tiefschnee, Air France und einem verrückten Pferd

Bitte verzeiht, meine lieben Leser, dass es so lange nichts Neues zu lesen gab. Das versuche ich jetzt, in gewisser Kürze, nachzuholen.
1) Kurzfassung Ferien:
Für die Weihnachtsferien hatte ich zwei Wochen frei bekommen und so flog ich ins kalte graue Deutschland zurück. Bzw flog ich erstmal nur bis Paris, wo unserem Flugzeug in der Luft der Motor explodierte und wir leider nicht bis Bremen weiterfliegen konnten. So musste ich eine Nacht in einem Pariser Airport-Hotel verbringen. Doch ich war mit dem Kameramann Moritz (aus Oldenburg, wie lustig!) in bester Gesellschaft beim Bier in der Hotelbar. Da fliegt man einmal alleine und dann passiert sowas.
Die folgenden Tage waren im Gegensatz dazu jedoch eher unspektakulär. Ich verbrachte einen sehr besinnlichen heiligen Abend bei Oma, den 25. im Zug und bei Papa und am Abend des 26. saß ich schon wieder im Zug, diesmal nach Traunstein, um mit Sophie und Eva auf die berühmte International Bohemia Party in unserer geliebten Festung zu gehen.
Darauf folgten ein Weihnachts-Wichtel-Kaffeetrinken mit den Freunden, ein bierlastiges Klassentreffen sowie einige ruhige Stunden bei Mama. Zu Silvester fuhr ich dann zu Maria, Sophie, den Munz, Caro und Thomas auf die nette kleine Hütte im Tiefschnee, die die anderen für eine Ski-Woche gemietet hatten. Da wir alle ziemlich müde waren, endete Silvester für uns dieses Jahr schon um 1 Uhr im Bett, nur Thomas machte noch die Bar auf der Piste unsicher.
Anschließend machte ich noch einen Abstecher nach München und am nächsten Tag flog ich zurück nach Bordeaux. Mein Koffer jedoch nicht. Der schlug sich vermutlich in Paris mit einer Reisetasche die Nächte um die Ohren, jedenfalls erhielt ich ihn erst 3 Tage später von einem etwas verlotterten jungen Mann.

2) Kaum war ich wieder da, fing der normale Wahnsinn auch schon wieder an. Ich weiß nicht mehr wieso ich mich bereit erklärt hatte, zu einem "kleinen Einkauf" mit "ein paar Erledigungen" mitzukommen. Jedenfalls waren wir anstatt um 5 erst um halb 9 Abends wieder zu Hause, die Kinder hundemüde, ich völlig entnervt und B. zufrieden nach erfolgreichem Einkauf.
Da das Wetter am darauffolgenden Tag einfach wunderschön war, schnappte ich mir den Hund und wir fuhren an den Strand. Das taten wir in der darauffolgenden Woche wieder, man muss die Gegebenheiten ja nutzen.
B.s Pferd Manne kam nach Hause. Nachdem er zweieinhalb Monate zum Training in Blanzac war, kam ihm sein Zuhause nun natürlich erstmal sehr fremd vor (Pferde sind ja nicht sehr helle). Vielleicht hätte man ihm ein wenig Zeit zum wieder eingewöhnen lassen sollen, doch B. verlangte schon am nächsten Tag wieder Höchstleistung von ihm. Das rächte sich jedoch. Denn Manne ist sehr stark und so konnte B. nur noch abspringen als er zum gestreckten Fluchtgalopp Richtung Zaun ansetzte und diesen beinahe umgerannt hätte. Er ließ sich kaum wieder einfangen, spinnte völlig und hätte sogar fast Dragon verletzt. Doch auch beim nächsten Versuch, Manne zu reiten, fiel B., diesmal nicht so geschickt, herunter und Manne rannte fuchsteufelswild durch den Reitplatz. Seitdem ist B. natürlich schlecht gelaunt, vor allem, da Francois angedroht hatte, das Vieh zu verkaufen, ehe noch jemand im Rollstuhl landete.
Dass ich daraufhin krank wurde, trug nicht gerade zur Aufhellung von B.s Stimmung bei. So hielt sie es zunächst für pure Ausreden als ich ihr sagte, mir sei schwindelig, ich hätte Kopfschmerzen und mir sei heiß und kalt gleichzeitig. Als ich dann jedoch abends 39,3°C Fieber hatte, konnte sie natürlich nichts mehr sagen. Der Arzt, zu dem sie mich am nächsten Morgen fuhr, bestätigte meine Vermutung: Grippe. Wo ich mir die eingefangen hatte, ist mir schleierhaft, aber nunja, es half alles nichts, ich musste im Bett und vor allem von den Kindern fern bleiben, um niemanden anzustecken. B.s "werd bald gesund" klang für mich eher nach einer Drohung, als nach gut gemeinten Wünschen.
Heute geht es mir schon etwas besser, aber ich bin noch immer etwas wackelig auf den Beinen. Hoffen wir, dass ich am Montag wieder voll einsatzfähig bin, sonst kann ich vermutlich schon mal mein One-Way-Ticket nach Hause buchen.

Freitag, 16. Dezember 2011

#21 ...ein neues Opfer der Treppe des Grauens!!!

...und diesmal hat es Flore erwischt. Etwa 40 Sekunden nachdem ich ihr noch einmal das Spielverbot auf der Treppe eingebläut hatte, rutschte auch sie mit ihren kleinen bestrumpfhosten Füßen aus und purzelte ganze 5 Stufen hinab. Da Kinder aber bekanntlich einen Riesen-Schutzengel haben ist ihr bei ihrem Sturz glücklicherweise außer einem kleinen blauen Fleck (kein Vergleich zu meinem Riesending) nichts passiert!
Montag werde ich ein Volksbegehren zur Errichtung einer Haltevorrichtung neben sowie einer Anti-Rutsch-Beschichtung auf der Treppe durchführen. Ich bin sicher, dass der Antrag angenommen werden wird.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

#20 Von durchzechten Nächten und blöden Blessuren

Aua. Dies kleine Wort beschreibt momentan ganz gut die Gesamtsituation. Nachdem meine Hüfte ,nachdem ich vorletzte Woche vom Pferd gefallen war, beinahe nicht mehr wehtut und mein Knie, nachdem ich beim Joggen im Wald über eine Wurzel gestolpert bin, nur noch ab und zu zwackt, dachte sich das liebe Schicksal wohl, ach, die hat noch nicht genug Schmerzen, lassen wir sie mal die Treppe herunterfallen. Der blaue Fleck den ich, neben einem vermutlich schon wieder gebrochenen Zeh, von dieser kleinen spaßigen Unterbrechung davongetragen habe, ist so tiefblaulilagrün, schwärzer gehts gar nicht. Doch glücklicherweise bin ich mit meinen Blessuren nicht alleine, denn B. hat's heute morgen im Regen beim Überqueren der kleinen schiefen Brücke auf die andere Seite des Koppel sowas von hingelegt, dass ihr davon immer noch alles weh tut und ihr ganz schummrig im Kopf ist. Morgen machen wir hier ein Lazarett auf.

Aber nun zu etwas erfreulicherem: Am Wochenende war ich in Bordeaux. Ich fuhr Freitag mit den kleinen im Clio dort hoch, ging mit ihnen in einem Vorort verloren, wurde von Tante Sophie wiedergefunden und sicher ins Trockene gebracht. Eigentlich, so war der Plan, hätte ich mich morgens und abends um die Mädels kümmern müssen, doch Sophie meinte, ich solle mal meine Freiheit und die Großstadt genießen gehen und übernahm das Kinderbetreuungs-Ruder. Somit hatte ich den kompletten Samstag und Sonntag frei. Um meiner Einsamkeit vorzubeugen hatte ich im Vorhinein bereits via Couchsurfing einen netten Stadtführer auserkoren. Bastien (23), mit dem ich mich nach einem Teil meiner Weihnachtseinkäufe traf, entsprach ganz genau meinen Anforderungen an einen guten Guide und innerhalb eines Nachmittags wurden wir Freunde. Als er mir anbot, die Nacht mit ihm und seinen Freunden durchzufeiern, sagte ich natürlich nicht nein, sondern OUI!!! So kam es also, dass ich am nächsten Morgen um halb 8 die Treppe zu meinem Gästezimmer empor schlich, um endlich schlafen zu gehen. Eine immer wieder aufs Neue faszinierende Zeitzonen-Überschreitung: Man geht schlafen, wenn andere gerade aufstehen (in diesem Fall Maud und ihr Cousin Mathieu, die zwar ordentlich Radauz machten, doch mein Schlaf war stärker.).....ach, wie mir das gefehlt hatte! Den Sonntag verbrachte ich also bis 15 Uhr im Bett. Dann stand ich auf, packte alle Sachen zusammen, spätstückte einen Joghurt (mehr hielt mein Magen noch nicht aus) und machte mich im Auto auf den Weg in die Innenstadt, da ich noch ein paar Geschenke besorgen wollte... Großer Fehler. Merke: Fahre niemals verkatert sonntags nachmittags in der Vorweihnachtszeit im Platzregen in eine fremde Stadt. Niemals. Obwohl der Weg von Le Bouscat bis ins Zentrum nur etwa 10 min dauert, brauchte ich für die Strecke zum Kaufhaus ganze 40 min!!! Wäre ich gelaufen, hätte ich wohl nur die Hälfte der Zeit gebraucht. Eben erwähnter Platzregen verdarb mir dann auch jegliche Laune, nochmal auf den an sich netten Weihnachtsmarkt zu gehen und ich trat mit einem Anti-Kater-Sandwich und Kaffee to go bewaffnet meine einsame Heimreise an... die jedoch 10 min später fälschlicherweise auf der anderen Seite der Garonne zunächst unterbrochen werden musste. Es hatte so stark geregnet, dass ich außer den Rücklichtern des vorderen Fahrzeugs nichts erkennen, geschweige denn Schilder lesen konnte. Ich war also dem grünen Schild ( grün = Autobahn = richtig??) gefolgt, ohne lesen zu können, dass mich dies nach Bergerac anstatt nach Bayonne dirigierte. Glücklicherweise wurde ich dank der Garonne früh genug misstrauisch (die war doch auf der anderen Seite???), um mit meinen letzten Cent Guthaben B. um Hilfe bitten zu können. Die erörterte mir, auf jeden Fall dem Schild mit der Aufschrift "Rocade" zu folgen, das sei nämlich die Bezeichnung für den Autobahnring, der mich schließlich auf die A63 Richtung Süden führen sollte und dies letzten Endes auch tat. Dank starker Nerven, noch stärkerem Kaffee, laut singender Rihanna und Anti-Kater-Sandwich überlebte ich schließlich auch dieses Abenteuer und erreichte 2 Stunden später (!!!) völlig erledigt das traute Heim im Wald.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

#19 Spaß mit Schwiegermuttern

Heute kamen B. und F. von ihrer 5tägigen Paris-Reise zurück, mit im Gepäck einen Haufen kleiner Geschenke für alle, ja sogar für mich! Ich bekam einen echten Pashmina-Schal (Kaschmir und Seide!) in einem grellblau-hellblauen Farbverlauf, der sehr gut zu meinen Haaren passt und ein kleines rosafarbenes Schminktäschchen, das wunderbar kitschig und hübsch ist! Seitdem weiß ich, dass Kitsch auf französisch le kitsch heißt. Die beiden Kleinen bekamen sehr hübsche, glitzernde und schillernde Mädchenkleidung, Flore hat jetzt ein goldglänzendes Kleidchen für Weihnachten und ein komplett mit Pailletten besticktes Jäckchen, einfach zuckersüß! Diese "Kein Vergnügen sondern hauptsächlich zu beruflichen Zwecken"-Reise hatte für mich zur Folge, dass ich alleine die Kinder zu hüten hatte. Grundsätzlich kein Problem, mit meiner Kinderfreizeit-Erfahrung war ich eigentlich vor allen Eventualitäten gefeit, doch einen Faktor hatte ich nicht mit eingerechnet: die Schwiegermutter, die sich "zu meiner Unterstützung und damit ich nachts alleine keine Angst habe" bei uns vorübergehend einquartiert hatte. Samstag war sehr gemütlich, da war sie aber auch noch nicht da. Wir machten einen langen langsamen Ausritt, ich auf Folie, Eugénie mit Flore auf Boléro und Maud wie üblich auf Klein-Dragon. Alles klappte prima, wir waren mit allem Notwendigen gut im Zeitplan, die Kinder hielten brav ihre sieste, Eugénie war zur Abwechslung mal hilfsbereit, wir kamen insgesamt sehr gut klar und bis auf eine stark blutende Kindernase (Flore hatte Mauds Knie im Spiel abgekriegt) gab es keine spannenden Vorkommnisse. Bis Sonntag nachmittag dann, natürlich früher als angekündigt, Schwiegermutter Brigitte eintrudelte. Und von da an ging es bergab. Sie hatte überall etwas zu bemängeln, wieso denn das nicht aufgeräumt sei (weil die Kinder da gerade noch mit gespielt hatten...), wieso die beiden nicht zum Bonjour-Sagen erschienen seien ( weil sie Mittagsschlaf hielten...) etc. Sie machte ein unsachgemäßes Kaminfeuer, ohne jedoch den Abzug zu öffnen, sodass das ganze Haus noch bis Montag Mittag einer riesigen Räucherkammer glich. Wenn ich, zeitplangerecht, etwas anordnete, widersprach sie mir und machte alles nach eigenem Gutdünken. So kam es also, dass die Pilze angebrannt, das Abendessen für die Kleinen kalt und die beiden erst eineinhalb Stunden später als üblich im Bett waren. Es war sicher nett gemeint, als sie sagte, ich solle mich jetzt einfach mal um nichts kümmern, sie übernehme den kompletten Sonntag Abend, doch als ich noch um 10 Uhr abends in der Küche stand um abzuspülen und aufzuräumen, kam mir diese angebliche Hilfe alles in allem doch eher, nunja, verfehlt vor.
Montag war ich dann glücklicherweise mit Marie-Claire alleine, bis uns abends wieder Brigitte mit ihrer zwar durchaus freundlichen und liebenswerten doch zeitintensiven und, was mich betrifft, nervenaufreibenden Gesellschaft beglückte. Ein Gutes hatte das allerdings doch: So konnte ich am Dienstag grasse mat machen, d.h. ausschlafen, da sie angeboten hatte, die gesamte Morgenorganisation zu übernehmen. Granite, die kleine Katze, war da jedoch anderer Meinung und fand, ich hätte um 7:15 gefälligst aufzuwachen und ihn in mein Bett zu lassen, wo er dann ausgiebigste Körperpflege betrieb. Bei sich und vor allem bei mir. Mit frisch geleckter Nase, Ohren und Haaren schmiss ich ihn dann wieder raus, nur um mir die Zeit bis zum Klingeln meines Weckers sein Geweine anzuhören. Nach einer zweiten Dusche besorgte ich in Castets ein Baguette und machte mich auf den Weg nach Dax, da ich mit Gillian zum Frühstück verabredet war. Dass ich etwas Verspätung hatte, machte gar nichts, denn Gilly stieg gerade erst aus der Dusche als ich klingelte. Zusammen mit einer weiteren Gillian frühstücken wir ausgiebig und fuhren dann zu Eugénies Schule, um sie zum Shopping mitzunehmen, ach ich bin einfach so ein nettes Au-Pair! Nach 3 Stunden war ich jedoch froh, sie wieder vor ihrem Internat absetzen zu können. Eigentlich hatte ich eine sehr lange Einkaufsliste, doch Eugénies intensive Suche nach einem schwarzen Eyeliner und einem Lippenstift für ihr Inderinnen-Kostüm vertrieben mir jegliche Shopping-Freude. Glücklicherweise traf ich Gillian und Gillian dann in einem kleinen Café und die Chai-Latte weckte meine Lebensgeister zumindest insofern wieder, dass ich mich noch auf einen kleinen Ausflug in einen Secondhand-Shop jenseits der Brücke einließ. Meine Einkaufsbilanz verlief sich letzten Endes auf einen warmen Pullover von Banana Republic für 4 Euro, rote Haus- und grüne Handschuhe und zweimal Parkplatzgebühren. Dank Gillians Kontaktfreude kenne ich jetzt Lucie aus Dax, Rafael, der in der Daxer Rugbymannschaft spielt, Cindy aus Südafrika und Page aus Amerika, die auch als Assistant teacher hier ist. Hoffentlich kann ich Samstag abend, wenn die Mädels ins Bett gebracht sind, nach Dax fahren, um mit meinen neuen Freundinnen mal ein bisschen tanzen zu gehen.
Drückt mir die Daumen, dass dann auch endlich mal der von euch prophezeite schnuckelige Franzose aufkreuzt ;)

Montag, 21. November 2011

# 18 Der Gemeinheit halber...

... übrigens: hier hat es nachmittags noch immer 18°C!