Bitte verzeiht, meine lieben Leser, dass es so lange nichts Neues zu lesen gab. Das versuche ich jetzt, in gewisser Kürze, nachzuholen.
1) Kurzfassung Ferien:
Für die Weihnachtsferien hatte ich zwei Wochen frei bekommen und so flog ich ins kalte graue Deutschland zurück. Bzw flog ich erstmal nur bis Paris, wo unserem Flugzeug in der Luft der Motor explodierte und wir leider nicht bis Bremen weiterfliegen konnten. So musste ich eine Nacht in einem Pariser Airport-Hotel verbringen. Doch ich war mit dem Kameramann Moritz (aus Oldenburg, wie lustig!) in bester Gesellschaft beim Bier in der Hotelbar. Da fliegt man einmal alleine und dann passiert sowas.
Die folgenden Tage waren im Gegensatz dazu jedoch eher unspektakulär. Ich verbrachte einen sehr besinnlichen heiligen Abend bei Oma, den 25. im Zug und bei Papa und am Abend des 26. saß ich schon wieder im Zug, diesmal nach Traunstein, um mit Sophie und Eva auf die berühmte International Bohemia Party in unserer geliebten Festung zu gehen.
Darauf folgten ein Weihnachts-Wichtel-Kaffeetrinken mit den Freunden, ein bierlastiges Klassentreffen sowie einige ruhige Stunden bei Mama. Zu Silvester fuhr ich dann zu Maria, Sophie, den Munz, Caro und Thomas auf die nette kleine Hütte im Tiefschnee, die die anderen für eine Ski-Woche gemietet hatten. Da wir alle ziemlich müde waren, endete Silvester für uns dieses Jahr schon um 1 Uhr im Bett, nur Thomas machte noch die Bar auf der Piste unsicher.
Anschließend machte ich noch einen Abstecher nach München und am nächsten Tag flog ich zurück nach Bordeaux. Mein Koffer jedoch nicht. Der schlug sich vermutlich in Paris mit einer Reisetasche die Nächte um die Ohren, jedenfalls erhielt ich ihn erst 3 Tage später von einem etwas verlotterten jungen Mann.
2) Kaum war ich wieder da, fing der normale Wahnsinn auch schon wieder an. Ich weiß nicht mehr wieso ich mich bereit erklärt hatte, zu einem "kleinen Einkauf" mit "ein paar Erledigungen" mitzukommen. Jedenfalls waren wir anstatt um 5 erst um halb 9 Abends wieder zu Hause, die Kinder hundemüde, ich völlig entnervt und B. zufrieden nach erfolgreichem Einkauf.
Da das Wetter am darauffolgenden Tag einfach wunderschön war, schnappte ich mir den Hund und wir fuhren an den Strand. Das taten wir in der darauffolgenden Woche wieder, man muss die Gegebenheiten ja nutzen.
B.s Pferd Manne kam nach Hause. Nachdem er zweieinhalb Monate zum Training in Blanzac war, kam ihm sein Zuhause nun natürlich erstmal sehr fremd vor (Pferde sind ja nicht sehr helle). Vielleicht hätte man ihm ein wenig Zeit zum wieder eingewöhnen lassen sollen, doch B. verlangte schon am nächsten Tag wieder Höchstleistung von ihm. Das rächte sich jedoch. Denn Manne ist sehr stark und so konnte B. nur noch abspringen als er zum gestreckten Fluchtgalopp Richtung Zaun ansetzte und diesen beinahe umgerannt hätte. Er ließ sich kaum wieder einfangen, spinnte völlig und hätte sogar fast Dragon verletzt. Doch auch beim nächsten Versuch, Manne zu reiten, fiel B., diesmal nicht so geschickt, herunter und Manne rannte fuchsteufelswild durch den Reitplatz. Seitdem ist B. natürlich schlecht gelaunt, vor allem, da Francois angedroht hatte, das Vieh zu verkaufen, ehe noch jemand im Rollstuhl landete.
Dass ich daraufhin krank wurde, trug nicht gerade zur Aufhellung von B.s Stimmung bei. So hielt sie es zunächst für pure Ausreden als ich ihr sagte, mir sei schwindelig, ich hätte Kopfschmerzen und mir sei heiß und kalt gleichzeitig. Als ich dann jedoch abends 39,3°C Fieber hatte, konnte sie natürlich nichts mehr sagen. Der Arzt, zu dem sie mich am nächsten Morgen fuhr, bestätigte meine Vermutung: Grippe. Wo ich mir die eingefangen hatte, ist mir schleierhaft, aber nunja, es half alles nichts, ich musste im Bett und vor allem von den Kindern fern bleiben, um niemanden anzustecken. B.s "werd bald gesund" klang für mich eher nach einer Drohung, als nach gut gemeinten Wünschen.
Heute geht es mir schon etwas besser, aber ich bin noch immer etwas wackelig auf den Beinen. Hoffen wir, dass ich am Montag wieder voll einsatzfähig bin, sonst kann ich vermutlich schon mal mein One-Way-Ticket nach Hause buchen.
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