Dieses Wochenende war voller Glücksgefühle! Die Kinder hatten Freitag schulfrei und so wurde ausgeschlafen, Pilze gesucht und anschließend ging es mit der Oma nach Dax zum Festival Européen des Artistes du Cirque. Zum Glück hatte die jedoch kein Ticket für mich mit gekauft, sodass ich per Zufall das letzte überhaupt erhältliche im Triangle Or (Gold) mit Super-Sicht erstehen konnte. Die 26 € waren wirklich gerechtfertigt, so begeistert wie von dieser Show war ich schon lange nicht mehr! Tanzende Elefanten, frei herumflatternde Papageien, muskulöse halbnackte Männer, die Feuer spuckten und über meinem Kopf schwebten..... einfach grandios! Aufgrund der miserablen Sicht der Anderen, beschloss Francois Schwägerin Sophie nach der Pause, die nörgelnden Jungs und die desinteressierte Flore mit nach Hause zu nehmen und ich nahm Maud für die zweite Hälfte des Spektakels auf den Schoß, was dafür sorgte, dass dieser Nachmittag für sie dann doch noch sehr schön wurde.
Samstag machte die gesamte Familie Petges einen großen Ausflug ins Baskenland. Wir aßen in einem sehr guten Restaurant zu Mittag, im Sonnenschein, mit glücklich spielenden Hunden und Kindern und anschließend machten wir eine kleine Wanderung über die Füße der Pyrenäen. In den Pyrenäen leben halbwilde Ponys, die sogenannten Potchok, zusammen mit ein paar Rindern und sind sich selbst überlassen. Die meisten konnten auf menschlichen Kontakt gut verzichten, aber ein paar ließen sich dennoch zu einigen Fotos überreden.
Ich ziehe übrigens die Pyrenäen den Alpen vor, nicht nur wegen der Ponys sondern vor allem wegen der grandiosen Aussicht auf das Meer!
Auf dem Rückweg hielten wir "nur kurz" in Luz-St.-Sauveur, einer wunderschönen kleinen Stadt am Meer, damit sich Eugénie und Léa ihre Ohrläppchen durchstechen lassen konnten. Einen kurzen Moment dachte auch ich darüber nach, doch glücklicherweise machte ich mir die Folgen dieses Unternehmens bewusst und ich entschied mich dagegen. So spare ich Geld, indem ich nicht versucht bin, mir Ohrringe zu kaufen (was, wie ich mich kenne, sicher zu einem ähnlichen Kaufverhalten wie gegenüber Schals und Sonnenbrillen geführt hätte). Also Mama, du kannst stolz auf mich sein. Natürlich fuhren wir danach nicht sofort heim, sondern starteten noch einen abendlichen Einkaufsbummel durch die Fußgängerzone, ließen Ola von allerlei Kinderhänden betätscheln und warteten vor Umkleidekabinen auf Eugénie.
Sonntag machte ich grasse mat, schließ viel zu lange, frühstückte viel zu spät, tat gar nichts und brach nach dem Mittagessen mit Ola im Kofferraum zum Meer auf, wo ich lesend auf den atemberaubend schönen Sonnenuntergang wartete. Auf dem Rückweg kam ich in Linxe an einem kleinen und im Vorbeifahren sympatisch wirkenden Volksfest vorbei. Abenteuerlustig wie ich bin, schlug ich Eugénie vor, dort doch noch kurz vorbei zu schauen, ein Crèpe zu essen und dann wieder zu verschwinden. Sie willigte ein, mit der Bedingung, nicht länger als eine halbe Stunde zu bleiben. Wir nahmen Maud mit, ließen sie Enten angeln, Karussell fahren, aßen unser Crèpe und fuhren dann, nach exakt 22 Minuten, wieder nach Hause. Wer die Definition von "popeliges Bauernfestl" kennt, weiß warum. Außer den Schaustellern war dort keine Menschenseele.
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