Dienstag, 11. Oktober 2011

#6 Wie ich das Bloggen vergaß

Seit meinem letzten Eintrag ist folgendes geschehen:

Ich fahre gemeinsam mit B. jeden Morgen die Kids zur Schule. Trotz Baustellenchaos ist bislang nichts passiert.
Fahre außerdem seit Freitag auch alleine durch die Gegend, um selbstsicherer zu werden was das Autofahren betrifft. Verirrte mich neulich ein wenig, da hier jede Straße gleich aussieht, überall stehen Pinien und die Straßenschilder und Wegweiser sind irgendwie kleiner als bei uns. Vermutlich haben die Franzosen bessere Augen als die Deutschen, denn trotz der kleinen Schilder fahren sie viel schneller als erlaubt, ohne sich dabei zu verfahren.
Das Autofahren ist für B. und F. ein großes Problem. Sie sind der Meinung, ich hätte sie vorwarnen müssen, dass ich noch nicht sicher fahren kann, bevor ich hergekommen wäre. Das verstehe, wer will, denn eigentlich ist es doch selbstverständlich, dass jemand, der erst seit 3 Wochen den Führerschein hat, noch nicht besonders gut fährt?! Nunja, jedenfalls gibt es jetzt ein Ultimatum: Wenn ich bis Ende der Herbstferien ( Ende Oktober) nicht zur vertrauenerweckenden Super-Fahrerin mutiert bin, kann ich hier nicht bleiben. Seitdem fahre ich jeden Tag alleine nach Linxe zum Supermarkt-Parkplatz und übe dort in der Mittagspause einparken, wenden, rückwärtsfahren und Schleifpunkt-Suchen. Außerdem soll ich zusätzlich Fahrstunden in Léon nehmen. Hoffen wir mal das Beste!
Wir waren am Meer und sind mit Olà bis zu den Waden ins Wasser gegangen. Es war gar nicht kalt, 21° noch immer! Allerdings kam dann plötzlich eine große, sehr nasse Welle, die uns überzeugen konnte, doch lieber wieder zu unseren Keksen zurückzukehren.
Seitdem bin ich leicht erkältet und schniefe vor mich hin.
Am Wochenende waren wieder die großen Mädels da und Eugénie und ich machten einen langen Ausritt. Seitdem weiß ich, dass Kawa (der nicht mehr lahmt) auch richtig rennen kann.
Sonntag besuchten wir die Surf-Weltmeisterschaft in Hossegor. Man sah vom Strand aus bis nach Spanien! Was man noch sehen konnte, waren haufenweise schnuckelige Surfer, Fotografen, Kinder mit Autogrammheften, die den aus dem Wasser steigenden Surf-Champions ihre Stifte unter die Nase hielten und, als wir gerade auf dem Rückweg zum Parkplatz waren, auch den zehnfachen Weltmeister im Surfen, Kelly Slater, der, umringt von Bodyguards und gefolgt von schreienden Fans, 2 m dicht an uns vorbeiging.

Sonst ist nicht viel passiert. So langsam bekomme ich eine gewisse Routine. Mein Französisch wird immer fließender.
Wettertechnisch hatten wir letzte Woche Herbst. Diese Woche soll es wieder richtig sommerlich werden. Vermutlich liegen wir hier noch im Dezember im Bikini am Pool...

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